06.06.2018

Seelenruhig im Sommerloch

Liebe Freunde psychischer Perfektion.
Eine unformatierte Wahrheit beugt sich über die Seelenruhe und will sie aus der Fassung bringen. Schafft sie aber nicht. Stattdessen lächelt die Seelenruhe die völlige Erschöpfung in eine dunkle Ecke und pflegt ihr lichtes Haar für exakt die drei Minuten, in denen alles egal ist - außer der Blick auf das Jetzt. "Es ist lange her", sagen die Wolken, nehmen einen kräftigen Schluck aus der Pulle und pusten das soeben Getrunkene auf die Welt. Die Blumen freuen sich, jubilieren in unbestimmter Hoffnung. Nur der alte Apfelbaum mit seinem Rundumblick für das große Ganze weiß, dass jenseits der Hoffnung die Wachen des Gehirns auf jene lauern, die voller Zuversicht das phantastische Meer überqueren. Draußen auf dem Wasser ist jedes Wort still und klein. Die Gewalten sind größer.