02.11.2017

Kalt und still

Liebe Freunde einsamer Enden.
Vor knapp einem Jahr habe ich Euch das erste Kapitel von "Zeitgruppe Null" hier präsentiert. Ich überspringe die nächsten 22 und komme direkt zum Ende. Wer das Buch jetzt noch nicht gelesen hat, wird es sicher nicht mehr lesen. Sollte die Lust auch da sein, es fehlt einfach die Zeit, nicht wahr? 
Die Zeit. 
Die stets gleich große 24-Stunden-Kiste, in die wir menschlichen Multioptionsfragmente immer mehr hineinstopfen. 
Die Zeit. 
Sie läuft weiter und immer gibt es etwas, das neuer ist als das Gestern. 
Und immer gibt es mehr davon. 
Wie auch immer. 
Der Jahreszeit entsprechend sprühe ich den Nebel des letzten Kapitels in Eure müden Pixelaugen. Man muss den Rest nicht kennen, um die Anti-Euphorie zu verstehen. In diesem Sinne: verwaltet Eure Zustände und gebt Euer Bestes zwischen den Tiefpunkten. 
Das Bild ist übrigens von Benjamin Rabe, den ich in einem frühen Stadium des Romans um ein Titelbild gebeten hatte. Ich finde das Bild immer noch treffend, die Nase des großen Bruders, der die vielen Versionen der eigenen Identität inhaliert.