25.09.2013

Drunter und drüber

Liebe Freunde versteckter Botschaften.
Das war groß. Mitte September durfte ich meine Blackouts im Rahmen des Kulturfestivals Neustadt zeigen. Ein paar Impressionen aus der Galerie Gudberg findet ihr hier. Noch größer war, dass die Besucher die Ausstellung zur besten Kunstaktion gewählt haben. Aber am größten war, dass so viele Leute selbst den Stift über die Wand gezogen haben. Denn weil reine Konsumhaltung irgendwie blöd ist, haben wir die Galerie mit Zeitungsartikeln beklebt und ein paar Stifte an die Wand gehängt. (Danke, Danika, fürs Ausschneiden!) So konnten sich alle Interessierten mit eigenen Ausstreichungen verewigen. Das Ergebnis möchte ich euch hier präsentieren. In diesem Sinne, vielen Dank für Besuch, Beteiligung und Abstimmung!

09.09.2013

Mir doch egal

Liebe Freunde lässiger Gleichgültigkeit.
Mitten hinein in die Wiedereingliederungshärte eines durchschnittlichen Montags werfe ich meine 10 Cent zum Thema Gleichgültigkeit in eure vom Wochenende gegerbten und berufsmäßig vielleicht noch desinteressierten Gesichter. Über den "Nullpunkt des Sozialen" wurden schon einige Gedanken verloren. Ich muss nicht nochmal aufwärmen, dass Gleichgültigkeit weder Gelassenheit noch Toleranz meint, sondern Desinteresse, Abstumpfung und Ablehnung. Ignoranz ist ein vortrefflicher Relevanzfilter. Man kann sich ja nicht für alles begeistern. Gelegenheitsgleichgültigkeit ist lebensnotwendig. Aber muss man deswegen gleich zu allem, was außerhalb der eigenen Lebensrealität herumschwebt, "mir doch egal" sagen? Muss man jedem potenziellen Aufrüttler ein "You cannot imagine the immensity of the fuck I do not give." entgegenschreien? Muss man sich die Mühe machen, seine schwere Genervtheit mit einem Link zu unterstreichen? (Exit-Option: Bereits jetzt schwer Genervte klicken bitte nicht auf "weiterlesen.")