01.09.2017

Stets weiter (können, sollen, wollen)

Liebe Freunde bedröppelter Begeisterung.
Seit Jahren hat das Warten bald ein Ende. Immer kommt etwas hinzu, auf das gewartet wird. Kein Leben ohne Warten. Obwohl sich jährlich alles wiederholt, nur auf anderen Ebenen, steigt das Entfremden. Es muss etwas passieren. Die Zeit nach dem routinierten Sommerurlaub, nach dem sogenannten "Akku volltanken", eignet sich dazu fast genauso gut wie die sogenannte Zeit zwischen den Jahren. Wer in die Ruhe kommt, stellt sich Fragen. Ich ändere also meine Einstellung. Zum neuen Konzept gehört eine kleine Lounge-Ecke in meiner Seele. Gemütlich. Richtig was fürs Daunenhirn. Es beginnt ja bald ohnehin die kuschelige Kältezeit. Trotzdem muss man immer weiter. Also wühlt man in den Emotionsvorräten und sucht die Stimmungsbomben. Weil keine mehr da ist, greift man ins Regal mit den Wunschvorstellungen. Die sind ja bekanntlich das Streichfett der seelischen Großwetterlage. Der Geschmacksträger für die Alltagssuppe. Das Sahnehäubchen auf dem Fass ohne Boden.
"Die Stimmung ist stets gut", autosuggeriert man sich durch den Tag, verlässt täglich vier Wände und lächelt andere Menschen an. Manchmal, so erzählt man sich, soll es vorkommen, dass Begeisterungsstürme das schütter werdende Haar weiter erschüttern. Manchmal bekommt man eine Stimmungsbombe geschenkt und der eigenen Begeisterung sind keine Grenzen gesetzt.
Bis dahin gebe ich mein bestes zwischen den großen Augenblicken. In diesem Sinne: Helft euch und behelft euch, trocknet die feuchten Negativaugen und feiert die feuchten Fröhlichaugen. Die Stimmung ist stets gut.





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