01.09.2015

Konfusionsbegabte Luftpiloten

Liebe Freunde vernünftiger Verwirrung.
Und wieder neigt sich ein Sommer dem Ende entgegen. Beugt sich nach vorne und wartet auf den kühlenden Arschtritt des Herbstes, der ihn mit harten Grautönen in den Abgrund schubst. Alles geht weiter. Alles, was schön ist, lieben wir zu verändern. Ich beuge mich der subversiven Kraft der Zuversicht und schenke allen konfusionsbegabten Luftpiloten wieder ein paar altmediale Neusinnminiaturen. Die üblichen Veränderungsveränderungen eben.
Seid Ihr auch manchmal so dicht dran an dem Punkt, an dem Ihr richtig kluge Ideen haben werdet? So knapp davor? Vielleicht erreicht Ihr ihn ja auch? Ich oszilliere zumeist drum herum wie so ein Magnetfeld-Äffchen und komme nicht hin, also zu dem Punkt. Stattdessen kreise ich wie ein wirbelnder Hula-Hoop-Reifen um den Stillstand, befolge selbst gemachte Regeln, experimentiere mit dem Vorsatz dauerhafter Beliebtheit oder bin vergeblich dabei, meinem Gehirn seine Ziele deutlich zu machen. Letzteres ist ein mühsamer Prozess, der manchmal ruckelt.
Aber das hin und wieder hörbare Knacken ist nur das riesige Astwerk, das sich über die Furcht spannt. Und erzählt mir nicht, Ihr seid furchtlos. Mir treibt es den kalten Schweiß in die Kniekehlen, wenn ich nur daran denke, dass der Hintergrund, auf dem wir leben, nur aus fünfzehn, vielleicht zwanzig Vermutungen besteht. Von den nicht hinterfragten Annahmen will ich gar nicht erst anfangen. In diesem Sinne: irritiert Euch kontinuierlich, bis der Herbst wie eine nasse Schranke Eure Frisur in Wallung bringt. Seid beliebt und genießt die Luft - sie ist ein Privileg.










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