21.05.2015

Überschätzte Unterforderungen

Liebe Freunde platter Publikationen.
Neulich küsste die Langeweile meine Neugier. Sowas führt mitunter zu schlimmen Orgien. Ich habe beispielsweise mal ein paar Textbrocken zusammengeklaubt und dann ein kleines E-Book daraus gemacht. Also kein richtig großes E-Book, vielmehr so ein kleines E-Bückchen. 34 Seiten oder so. Neun Geschichten und solche, die es mal werden wollten. Im Grunde nicht der Rede wert. Aufmerksame Leserinnen und Leser dieses Blogs kennen diese Versatzstücke. Sie sind im Laufe der letzten drei Jahre alle hier erschienen. Es gibt ja mittlerweile unzählige Self-Publishing-Plattformen, und ich habe jetzt einfach eine ausprobiert. Schaut doch mal rein, entweder bei neobooks oder bei Amazon. Und ladet Euch das Ding runter, ist ja schließlich kostenlos. Ich freue mich über jede Art von Feedback, außer es ist doof. Erlaubt mir noch ein paar Sätze zum Hintergrund dieses ganzen Brimboriums:

Das Ganze war mehr so eine Art Fingerübung, ein Experiment, ein Probelauf. In den letzten drei Jahren habe ich (mal mehr, mal weniger) an einem Manuskript für einen Roman geschraubt. Währenddessen hatte ich ziemlich viel Kontakt zu Verlagen und Literaturagenturen. Da gab es sogar einige fast schon als intensiv zu bezeichnende Kontakte, aber letztlich haben alle abgelehnt: Spannendes Thema, interessant geschrieben, aber nicht marktfähig. Tja, das ist es wohl: nicht marktfähig. Mir wurde auch mal vorgeschlagen, ein Buch für 30-45jährige Frauen zu schreiben, mit viel Liebe drin. Das wäre ein Renner geworden. Aber da bin ich dann nicht marktkonform genug. Wie auch immer, ich will Euch an dieser Stelle nicht mit Details langweilen - das mache ich später bestimmt noch genug -, aber irgendwann kam der Entschluss zu mir, dass ich den Roman im Eigenverlag rausbringen werde. Das muss ich auch machen, denn das Ding ist so präsent, das muss jetzt raus aus mir und weg von meiner Festplatte, sonst habe ich keine Mentalreserven für andere Dinge. Irgendwann im Spätsommer oder im Herbst wird es hoffentlich soweit sein. Herbst passt sowieso besser. Ihr werdet dann schon sehen, warum. Jedenfalls war dieses kleine E-Book-Experiment mit Mini-Geschichtchen mein erster Schritt in diese Richtung. Better done than perfect, oder?

In diesem Sinne: Erwartet Wunden, keine Wunder. 

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