28.03.2012

Blackout

Liebe Freunde des gestrichenen Wortes.
Schreiben macht Spaß. Zu lange Texte wieder zu kürzen, ohne dabei an Stringenz zu verlieren, macht nicht so viel Spaß. Aber aus vorhandenen Artikeln - egal welcher Länge - neue Texte mit einer ganz anderen Bedeutung zu machen, macht großen Spaß. Das sollte jede/r mal ausprobieren und feststellen wie es ist, aus einem Zeitungsartikel über die Hamburger Straßenverhältnisse ein Minigedicht über die morgendliche Geistesverfassung zu machen. Da ich im Grunde eine parasitäre Existenz bin, die liebend gern aus Altem Neues macht, habe ich diese Methode von Austin Kleon geklaut, einem, ja, was ist er eigentlich? Künstler? Klingt so last century. Überzeugt Euch selbst und klickt rüber zu seiner Netzpräsenz. Die Gedichte sind sehr schön. Wer nicht groß suchen will, schaut sich einfach nur mal das hier an. Oder das hier. Herrje, schaut Euch einfach alle an.
Und dann macht es selbst. Denn noch schöner als Zuschauen ist Selbermachen. Wie so oft. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass weniger nicht nur manchmal mehr ist, sondern auch dafür, dass weniger mit Sicherheit ganz anders ist. Im Sinne von Bedeutung, meine ich. Und es ist meditativ. Und Meditation führt vielleicht zu Selbstreflexion. Und Selbstreflexion kann mitunter zu Selbsterkenntnis führen (vorausgesetzt es gibt so etwas wie "das Selbst"). Und Selbsterkenntnis führt vielleicht zu unüberlegten Handlungen. Und unüberlegte Handlungen führen vielleicht zur Zerstörung der Welt. Also, vielleicht lasst Ihr das doch und spielt lieber ein bisschen mit der Auto-Zusammenfassen-Funktion Eures Textverarbeitungsprogramms. Da kommen auch ganz tolle Texte bei heraus, die mit den Originalen herzlich wenig zu tun haben und trotzdem und gerade deswegen so lebenshilfreich sind. Microsoft sollte das Feature nicht unter dem spröden Namen "Auto Summarize" vermarkten, sondern als Lebensweisheiten-Generator unters Sinn suchende Volk bringen. Das würde abgehen.
Ach so: Wenn Ihr Euch diesen kurzen Artikel mal bitte rauskopiert und/ oder ausdruckt und damit gleich Euer erstes Blackout-Poem anfertigt, das wäre toll. Gar nicht erst auf die lange Bank schieben. Ich lege mal vor und kombiniere folgende Begriffe dieses Blog-Posts:






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