02.02.2017

Irgendwelche Fragen

Liebe Freunde pragmatischer Perfektion.
Es tut mir aufrichtig Leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Pohlmann-Kapitel sechs und sieben nun erhältlich sind. Greifen Sie zu, solange diese Welt noch existiert und Sie die Chance haben, sich aus ihr hinauszuträumen.
Nachdem es um Joachim-Alexander Pohlmann und seinen treuen Begleiter, das kleine Übel, lange ruhig gewesen ist, hat irgendjemand zu Beginn dieses weltpolitschen Wonnemonats wohl ausreichend Zeit und Grund für den Aufenthalt in Paralleluniversen gehabt. 
Wie auch immer, es gibt zwei neue Pohlmann-Kapitel und die begründete Hoffnung, dass noch vor dem offiziellen Untergang der Entzweiten Staaten von Amerika oder anderer großgläubiger Nationen weitere Neuigkeiten pohlmannmäßig in das Internet tröpfeln. Bis es soweit ist, lassen Sie sich entführen in die wunderbare Welt des Kopfschüttelns. Und das geht ungefähr so: "Es gibt so viele Unmöglichkeiten im Leben, dachte Pohlmann, dass man, wenn man nach links schaut, dann nach rechts, und dann wieder links und wieder rechts, also immer abwechselnd links und rechts guckt, dass man dann ja völlig automatisch mit dem Kopf schüttelt." 
In diesem Sinne: Ihr persönlicher Pohlmann ist nur einen Klick entfernt: Besuchen Sie  

16.01.2017

Mehr als drei Fragezeichen

Liebe Freunde geschlossener Geschichten. 
Nachdem mein fulminantes Debüt-Debakel "Zeitgruppe Null" nun bereits mehrere Monate den sogenannten E-Book-Markt aufmischt, also aufmischen im Sinne von Bodensatz bilden und wenig Beachtung finden, erlaubt mir an dieser Stelle ein paar warme Worte zu den Untiefen der losen Fäden und nicht geklärten Enden. Zum E-Book-Markt und zu der Qualität des Romans möchte ich indes nicht Stellung nehmen. Anfragen diesbezüglich bitte an die entsprechenden Personen. Ich hatte das Vergnügen, im letzten Jahr eine Leserunde bei Lovelybooks mitzumachen. Es gab positive Bemerkungen, und es gab kritische Stimmen. Die positiven haben mich sehr gefreut, aus den kritischen habe ich viel gelernt. Kritik kann bekanntlich sehr positiv sein, und wenn sie von Menschen kommt, die ihre knappe Zeit investieren, um mein mehr oder weniger gelungenes Werk zu lesen, dann ist das durchaus ein großes Geschenk, wenn diese Menschen sich auch noch die Zeit nehmen und ihre Meinung zum Roman kundtun. 

02.12.2016

Gedämpfte Hoffnungen

Liebe Freunde platter Patentrezepte.
Mir schmeckt´s nicht. Die Obergrenze meiner Realität hängt derzeit so tief wie selten zuvor. Ich bin froh, wenn das kaputte 2016 bald entfernt wird. Bloß, was kommt dann? Was werden wir in 12 Monaten über 2017 sagen? Wie wird sich die Welt und mit ihr die eigene pathologische Weltbeziehung entwickeln? Ich habe zwar keine Ahnung, aber ein Patentrezept: Gedämpfte Hoffnungen an ausgelassenen Chancen. Doch dazu später. Die Menschen werden immer elektrischer, und auch ich habe einen Internetzugang und kann viel behaupten. Aber was nützt das, wenn sich die Stimme der Vernunft bereits im Exil befindet und ausgewandert ist in die autonome Republik der spirituellen Wahrnehmung? Wenn bestimmte Beschwerden drückender werden und auch Handauflegen nicht mehr hilft? Wenn die Realität nur eine simulierte Aneinanderreihung absurder Fehler ist?

03.11.2016

Erstens und zweitens

Liebe Freunde latenter Lässigkeit.
In den dunklen Monaten des Jahres fällt es umso mehr auf, wenn wir selbst strahlen. Der Kontrast ist einfach größer. Aber es fällt schwer, zugegeben. Die morgendliche Müdigkeit wird um radikales Passivstraucheln erweitert. Zweifelchen und Problemchen sind Nachtschattengewächse, die im Dunklen hervorragend gedeihen. Und auch ich habe wieder mal einige der hellen Stunden mit Verdunkeln verbracht. Passend zum elften Monat des Jahres warten hier unten elf gestrichene Euphoriebremsen und Dysphoriebeschleuniger der letzten Wochen. Entschuldigung, umgekehrt natürlich: Euphoriebeschleuniger und Dysphoriebremsen. Denn neben banaler Alltagsverstimmung gibt es durchaus auch gute Nachrichten. Zum Beispiel, dass man selbst mit dem Zweifel eine voll gute Party haben kann, die viel größer ist als die Angst. Das geht aber nur, wenn Ihr die Unzufriedenheit in überschaubare Portionen aufteilt.

20.10.2016

Stunde null

Liebe Freunde abscheulicher Anfänge. 
Vor fünf Monaten ist der Roman erschienen. Seitdem gab es einige Stimmen dazu, solche und solche, aber auch andere. Vielleicht habt Ihr Euch in der Zwischenzeit selbst ein Bild gemacht und die knappe und wertvolle Zeit in das Lesen dieses Anti-Euphorie-Textes gesteckt. Falls nicht, könnt Ihr jetzt und hier zur Feier des Tages das erste Kapitel lesen. Denn bald ist der 26. Oktober: Tag eins im Buch - und Rahmen für die ersten zwölf Kapitel. Möglicherweise kauft Ihr das vollständige Digitalding ja sogar (zum Beispiel hier) und lest die anderen Kapitel auch noch. Es würde mich freuen. Bald werde ich auch nochmal etwas zum Ende schreiben, denn das ließ für einige Lesende etwas zu viele Fragen offen. Das war eine Einsicht, die mir die Leserunde bei lovelybooks gebracht hat. Jedenfalls jetzt erstmal hier: der Anfang. So weit es zutrifft und man das überhaupt wünschen kann: Viel Vergnügen beim Lesen. Und immer dran denken, was Lily Tomlin einst gesagt hat: "The trouble with the rat race is that even if you win, you’re still a rat."

04.10.2016

Honk

Liebe Freunde treudoofer Tierchen.
Eigentlich wollten wir nur Kaffee trinken. Aber ich hatte mich noch nicht einmal gesetzt, da zückte Benjamin sein mobiles Endgerät und sagte, ihm sei ein komisches Wesen begegnet. Das war mein erster Kontakt zu Honk, dem Hasen ohne nähere Kenntnis. Er hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Namen und erinnerte mich eher an die nihilistische Variante eines Pokémons. Oder eine verkorkste Version eines plüschigen Darth Vaders. Benjamin wischte mir ein paar Bildchen von diesem Wesen unter die Nase. Ich hatte mich verliebt und wusste sofort: Dieses Ding wird in den nächsten Wochen ein sehr schöner Zeitfresser sein.

02.09.2016

Entfernte Gedanken

Liebe Freunde mäßiger Motivation.
September. Die ersten Blätter machen sich auf den Gehwegen breit. Wir kommen den Wohlfühlmonaten mit großen Schritten näher. Überlegt Euch schon mal, welche Vorsätze Ihr nächstes Jahr nicht einhalten wollt. Und wenn in der vorherbstlichen Hektik noch Zeit bleibt, denkt mal darüber nach, warum "verlustieren" überhaupt nichts mit "Verlust" zu tun hat. Oder tut es nicht. Das Wichtigste ist doch, dass die Lust da ist, die Motivation, dieses unsichtbare Ungetüm, das einen bremst oder beschleunigt, je nach Verfassung, je nach Wohlfühlzustand der eigenen Zweifel. Bei mir ist die Lust gerade noch nicht richtig da, die Gedanken noch weit entfernt von dem Hirnteil, das sie produziert. Das Wollen kämpft mit dem Sollen, und bisher ist die urlaubsbedingte Halbentspannung dafür verantwortlich, dass am Ende des Wollens noch zuviel Sollen übrig ist.

01.08.2016

Den einen haut es um, den anderen auch.


Liebe Freunde hartrealer Humanität.
Es ist nicht die Zeit der Witze. Oder gerade doch. Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, dafür leide ich zunehmend unter gedanklichen Annäherungsproblemen, die auch dann nicht verschwinden, wenn ich mich meinen Gedanken in einer ruhigen Seitwärtsbewegung zuwende. Die Seele seufzt, man nennt es atmen, und die Gefühle sind völlig überfordert wenn ich versuche, sie gehirngerecht zu strukturieren. Hässliche Launen überall. Kein guter Ort, diese Welt. Keine gute Zeit, dieses Zweisechzehn. Während es politisch immer kälter wird, jagen komische Menschen in einem Zwischenkosmos virtuelle Monster und upleveln sich in besinnungslose Gegenwartsdistanz. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

01.07.2016

Alltägliche Anti-Euphorie

Liebe Freunde des internationalen Irrsinns.
Dadaismus ist keine Kunstform mehr, er hat das wahre Leben erreicht, den echten Alltag, die normalodurchtränkte Wirklichkeit des einfachen Mannes. Oder des komplizierten. Und der einfachen oder komplizierten Frau. Und alles davor, daneben, darüber und dahinter. Was ist eigentlich los hier? Die Welt gerät aus den Fugen, weil irgendwelche zumeist männlichen Katastrophen mit schlechten Frisuren den Menschen beweisen müssen, wer den Längsten hat. Was soll das? Warum ist das so, dass ein paar Wichshörnchen am Rad drehen und meinen Gemütszustand mit ihrem politischen Pipi besudeln? Und dass es genügend  Clowns gibt, die ihnen zustimmen und zuklatschen, setzt dem Fass die Krone auf. Ich komme aus dem Fragen nicht mehr heraus. Und aus dem Kopfschütteln. Oder anders formuliert: Beruhigung ist ein hartes Stück Arbeit geworden, das Leben eine dauerhafte Nicht-Durchdreh-Disziplinierung.

02.06.2016

Schräge Remixe des Kapitalismus

Liebe Freunde seriöser Sätze.  
Hochverkehrtes Zielpublikum, seid Ihr auch bereit für viele positive Tage? Schön. Es ist eine Menge geschehen in den letzten Wochen. Die "Zeitgruppe Null" hat als E-Book endlich das Licht der Welt erblickt, der Vorsommer nimmt uns in Frühlingshaft, während das Jahresende immer näher rückt. Und die Entspannungstechnik des gepflegten Schwarzmalens will einfach nicht langweilig werden. Zwar ist Joachim-Alexander Pohlmann aufgrund eines gar nicht leeren Terminkalenders ein wenig untergetaucht, aber er gibt sich die größte Mühe, Euch bald mit neuen Abenteuern auf seiner Reise zum Glück zu unterfordern. Solange müsst Ihr mit den Textverdunkelungen der letzten Wochen Vorlieb nehmen. Aber die haben es in sich. Elf astreine Konfusionsbeschleuniger, zwei davon sogar mit englischen Strichen - und damit reich an sprachlichen Lernerfahrungen. Wenn Ihr also immer schon mal wissen wolltet, wann der lang ersehnte Gedanke endlich einsatzfähig ist, oder wie dünn Eure Aufmerksamkeit wirklich ist, dann empfehle ich dringend die amateurhaft orchestrierte Übermalung der folgenden Schwarz-Weisheiten.