04.05.2017

Rapid Eye Movement

Liebe Freunde zügiger Zeit.
Abwesenheit ist kein Zeichen mangelnder Nähe. Aber das wollte ich gar nicht sagen. Stattdessen hat mir die Zeit mal wieder ein Gespräch aufgeschwatzt. Es begann mit dem Blackout "Das Leben im Zeitraffer", das mich einmal mehr daran erinnert hat, dass vieles schon zu Ende ist, bevor es überhaupt losgeht. Auf den zweiten Blick ist aber zwischen den schwarzen Balken genügen Zeit, um freudig umherzutänzeln und die Tage so zu verbringen, dass man hinterher denkt: sinnvoll, zumindest nicht verschwendet. Nach dieser Textverdunkelung ging es aber weiter, und zwar mit der Vorstellung, dass mir mein Unterbewusstsein eine Nachricht geschrieben hat, zusammen mit einem "angeblichen" Screenshot einer Traumsequenz.

07.04.2017

In den Werkstätten der Fantasie

Liebe Freunde nüchterner Negation.
Die Sonne ist schon ein heißer Knödel, Kaum dreht sie frühlingsmäßig ein bisschen auf, machen das die Leute auch. Strahlen kribbeln, Tiere krabbeln, Menschen knubbeln exponiert über den Asphalt ihrer Träume. Nicht so forsch, möchte man da fast sagen, es ist noch Luft nach oben, die warmen Monate beginnen doch erst. Aber ich sage das nicht, denn was heißt das schon: Luft nach oben? Früher oder später stößt sich jeder den Kopf. "Sky is the limit" hin oder her. Und außerdem ist das ja das Schöne am Frühling, dieser bipolaren Jahreszeit mit ihren frostigen Hitzephasen. Diese Zwischenzeit schmeißt mich von einem Rand zum anderen. Und am Rand des Rationalen, da bin ich nunmal zu Hause. Es gibt dort viele Berge und noch mehr Täler, in denen ich regelmäßig meine Seele ausrolle und ganz laut "Das ist ja wohl der Gipfel" seufze, während im Irgendwo drumherum kein Grund zu finden ist.

01.03.2017

Wahrheitsbehauptungen und offene Messer

Liebe Freunde elitärer Ersatzwahrheiten.
Wohin ich auch gehe, immer nehme ich mich mit. Auch in menschenleerer Umgebung und maßloser Ruhe, in mir drin ist Großstadt. Weglaufen zwecklos. Die Seele fährt mit Blaulicht. Am Ende des Tages, mit dem Schließen der Augen, mit dem Schlaf, der zum Glück ein verlässlicher Freund ist, legen sich die Monster zur Ruhe. Am Ende des Schlafs, mit dem Öffnen der Augen, kommen die Monster wieder. Ich gehe in mich, immer tiefer, bis zu der Stelle im Kopf, wo man nach der Richtung fragt. Dann stehe ich da, ratlos, und ein paar herumlungernde Sorgen am Wegesrand behaupten, ich sei Teil von etwas ganz, ganz Großem. Ich gehe ich weiter, ohne Richtung, entwickele Bilder und Vorstellungen und mich selbst, immer vorwärts entlang des seidenen Fadens, ohne dabei über die Befürchtungen zu stolpern, die inflationär im Weg herumliegen. Neben mir wandern weitere Ersatzwahrheiten durch den Weltkopf. Sie wollen zum Stein der Weisen, um sich dort ihrer selbst zu vergewissern.

02.02.2017

Irgendwelche Fragen

Liebe Freunde pragmatischer Perfektion.
Es tut mir aufrichtig Leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Pohlmann-Kapitel sechs und sieben nun erhältlich sind. Greifen Sie zu, solange diese Welt noch existiert und Sie die Chance haben, sich aus ihr hinauszuträumen.
Nachdem es um Joachim-Alexander Pohlmann und seinen treuen Begleiter, das kleine Übel, lange ruhig gewesen ist, hat irgendjemand zu Beginn dieses weltpolitschen Wonnemonats wohl ausreichend Zeit und Grund für den Aufenthalt in Paralleluniversen gehabt. 
Wie auch immer, es gibt zwei neue Pohlmann-Kapitel und die begründete Hoffnung, dass noch vor dem offiziellen Untergang der Entzweiten Staaten von Amerika oder anderer großgläubiger Nationen weitere Neuigkeiten pohlmannmäßig in das Internet tröpfeln. Bis es soweit ist, lassen Sie sich entführen in die wunderbare Welt des Kopfschüttelns. Und das geht ungefähr so: "Es gibt so viele Unmöglichkeiten im Leben, dachte Pohlmann, dass man, wenn man nach links schaut, dann nach rechts, und dann wieder links und wieder rechts, also immer abwechselnd links und rechts guckt, dass man dann ja völlig automatisch mit dem Kopf schüttelt." 
In diesem Sinne: Ihr persönlicher Pohlmann ist nur einen Klick entfernt: Besuchen Sie  

16.01.2017

Mehr als drei Fragezeichen

Liebe Freunde geschlossener Geschichten. 
Nachdem mein fulminantes Debüt-Debakel "Zeitgruppe Null" nun bereits mehrere Monate den sogenannten E-Book-Markt aufmischt, also aufmischen im Sinne von Bodensatz bilden und wenig Beachtung finden, erlaubt mir an dieser Stelle ein paar warme Worte zu den Untiefen der losen Fäden und nicht geklärten Enden. Zum E-Book-Markt und zu der Qualität des Romans möchte ich indes nicht Stellung nehmen. Anfragen diesbezüglich bitte an die entsprechenden Personen. Ich hatte das Vergnügen, im letzten Jahr eine Leserunde bei Lovelybooks mitzumachen. Es gab positive Bemerkungen, und es gab kritische Stimmen. Die positiven haben mich sehr gefreut, aus den kritischen habe ich viel gelernt. Kritik kann bekanntlich sehr positiv sein, und wenn sie von Menschen kommt, die ihre knappe Zeit investieren, um mein mehr oder weniger gelungenes Werk zu lesen, dann ist das durchaus ein großes Geschenk, wenn diese Menschen sich auch noch die Zeit nehmen und ihre Meinung zum Roman kundtun. 

02.12.2016

Gedämpfte Hoffnungen

Liebe Freunde platter Patentrezepte.
Mir schmeckt´s nicht. Die Obergrenze meiner Realität hängt derzeit so tief wie selten zuvor. Ich bin froh, wenn das kaputte 2016 bald entfernt wird. Bloß, was kommt dann? Was werden wir in 12 Monaten über 2017 sagen? Wie wird sich die Welt und mit ihr die eigene pathologische Weltbeziehung entwickeln? Ich habe zwar keine Ahnung, aber ein Patentrezept: Gedämpfte Hoffnungen an ausgelassenen Chancen. Doch dazu später. Die Menschen werden immer elektrischer, und auch ich habe einen Internetzugang und kann viel behaupten. Aber was nützt das, wenn sich die Stimme der Vernunft bereits im Exil befindet und ausgewandert ist in die autonome Republik der spirituellen Wahrnehmung? Wenn bestimmte Beschwerden drückender werden und auch Handauflegen nicht mehr hilft? Wenn die Realität nur eine simulierte Aneinanderreihung absurder Fehler ist?

03.11.2016

Erstens und zweitens

Liebe Freunde latenter Lässigkeit.
In den dunklen Monaten des Jahres fällt es umso mehr auf, wenn wir selbst strahlen. Der Kontrast ist einfach größer. Aber es fällt schwer, zugegeben. Die morgendliche Müdigkeit wird um radikales Passivstraucheln erweitert. Zweifelchen und Problemchen sind Nachtschattengewächse, die im Dunklen hervorragend gedeihen. Und auch ich habe wieder mal einige der hellen Stunden mit Verdunkeln verbracht. Passend zum elften Monat des Jahres warten hier unten elf gestrichene Euphoriebremsen und Dysphoriebeschleuniger der letzten Wochen. Entschuldigung, umgekehrt natürlich: Euphoriebeschleuniger und Dysphoriebremsen. Denn neben banaler Alltagsverstimmung gibt es durchaus auch gute Nachrichten. Zum Beispiel, dass man selbst mit dem Zweifel eine voll gute Party haben kann, die viel größer ist als die Angst. Das geht aber nur, wenn Ihr die Unzufriedenheit in überschaubare Portionen aufteilt.

20.10.2016

Stunde null

Liebe Freunde abscheulicher Anfänge. 
Vor fünf Monaten ist der Roman erschienen. Seitdem gab es einige Stimmen dazu, solche und solche, aber auch andere. Vielleicht habt Ihr Euch in der Zwischenzeit selbst ein Bild gemacht und die knappe und wertvolle Zeit in das Lesen dieses Anti-Euphorie-Textes gesteckt. Falls nicht, könnt Ihr jetzt und hier zur Feier des Tages das erste Kapitel lesen. Denn bald ist der 26. Oktober: Tag eins im Buch - und Rahmen für die ersten zwölf Kapitel. Möglicherweise kauft Ihr das vollständige Digitalding ja sogar (zum Beispiel hier) und lest die anderen Kapitel auch noch. Es würde mich freuen. Bald werde ich auch nochmal etwas zum Ende schreiben, denn das ließ für einige Lesende etwas zu viele Fragen offen. Das war eine Einsicht, die mir die Leserunde bei lovelybooks gebracht hat. Jedenfalls jetzt erstmal hier: der Anfang. So weit es zutrifft und man das überhaupt wünschen kann: Viel Vergnügen beim Lesen. Und immer dran denken, was Lily Tomlin einst gesagt hat: "The trouble with the rat race is that even if you win, you’re still a rat."

04.10.2016

Honk

Liebe Freunde treudoofer Tierchen.
Eigentlich wollten wir nur Kaffee trinken. Aber ich hatte mich noch nicht einmal gesetzt, da zückte Benjamin sein mobiles Endgerät und sagte, ihm sei ein komisches Wesen begegnet. Das war mein erster Kontakt zu Honk, dem Hasen ohne nähere Kenntnis. Er hatte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Namen und erinnerte mich eher an die nihilistische Variante eines Pokémons. Oder eine verkorkste Version eines plüschigen Darth Vaders. Benjamin wischte mir ein paar Bildchen von diesem Wesen unter die Nase. Ich hatte mich verliebt und wusste sofort: Dieses Ding wird in den nächsten Wochen ein sehr schöner Zeitfresser sein.

02.09.2016

Entfernte Gedanken

Liebe Freunde mäßiger Motivation.
September. Die ersten Blätter machen sich auf den Gehwegen breit. Wir kommen den Wohlfühlmonaten mit großen Schritten näher. Überlegt Euch schon mal, welche Vorsätze Ihr nächstes Jahr nicht einhalten wollt. Und wenn in der vorherbstlichen Hektik noch Zeit bleibt, denkt mal darüber nach, warum "verlustieren" überhaupt nichts mit "Verlust" zu tun hat. Oder tut es nicht. Das Wichtigste ist doch, dass die Lust da ist, die Motivation, dieses unsichtbare Ungetüm, das einen bremst oder beschleunigt, je nach Verfassung, je nach Wohlfühlzustand der eigenen Zweifel. Bei mir ist die Lust gerade noch nicht richtig da, die Gedanken noch weit entfernt von dem Hirnteil, das sie produziert. Das Wollen kämpft mit dem Sollen, und bisher ist die urlaubsbedingte Halbentspannung dafür verantwortlich, dass am Ende des Wollens noch zuviel Sollen übrig ist.

01.08.2016

Den einen haut es um, den anderen auch.


Liebe Freunde hartrealer Humanität.
Es ist nicht die Zeit der Witze. Oder gerade doch. Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, dafür leide ich zunehmend unter gedanklichen Annäherungsproblemen, die auch dann nicht verschwinden, wenn ich mich meinen Gedanken in einer ruhigen Seitwärtsbewegung zuwende. Die Seele seufzt, man nennt es atmen, und die Gefühle sind völlig überfordert wenn ich versuche, sie gehirngerecht zu strukturieren. Hässliche Launen überall. Kein guter Ort, diese Welt. Keine gute Zeit, dieses Zweisechzehn. Während es politisch immer kälter wird, jagen komische Menschen in einem Zwischenkosmos virtuelle Monster und upleveln sich in besinnungslose Gegenwartsdistanz. Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

01.07.2016

Alltägliche Anti-Euphorie

Liebe Freunde des internationalen Irrsinns.
Dadaismus ist keine Kunstform mehr, er hat das wahre Leben erreicht, den echten Alltag, die normalodurchtränkte Wirklichkeit des einfachen Mannes. Oder des komplizierten. Und der einfachen oder komplizierten Frau. Und alles davor, daneben, darüber und dahinter. Was ist eigentlich los hier? Die Welt gerät aus den Fugen, weil irgendwelche zumeist männlichen Katastrophen mit schlechten Frisuren den Menschen beweisen müssen, wer den Längsten hat. Was soll das? Warum ist das so, dass ein paar Wichshörnchen am Rad drehen und meinen Gemütszustand mit ihrem politischen Pipi besudeln? Und dass es genügend  Clowns gibt, die ihnen zustimmen und zuklatschen, setzt dem Fass die Krone auf. Ich komme aus dem Fragen nicht mehr heraus. Und aus dem Kopfschütteln. Oder anders formuliert: Beruhigung ist ein hartes Stück Arbeit geworden, das Leben eine dauerhafte Nicht-Durchdreh-Disziplinierung.

02.06.2016

Schräge Remixe des Kapitalismus

Liebe Freunde seriöser Sätze.  
Hochverkehrtes Zielpublikum, seid Ihr auch bereit für viele positive Tage? Schön. Es ist eine Menge geschehen in den letzten Wochen. Die "Zeitgruppe Null" hat als E-Book endlich das Licht der Welt erblickt, der Vorsommer nimmt uns in Frühlingshaft, während das Jahresende immer näher rückt. Und die Entspannungstechnik des gepflegten Schwarzmalens will einfach nicht langweilig werden. Zwar ist Joachim-Alexander Pohlmann aufgrund eines gar nicht leeren Terminkalenders ein wenig untergetaucht, aber er gibt sich die größte Mühe, Euch bald mit neuen Abenteuern auf seiner Reise zum Glück zu unterfordern. Solange müsst Ihr mit den Textverdunkelungen der letzten Wochen Vorlieb nehmen. Aber die haben es in sich. Elf astreine Konfusionsbeschleuniger, zwei davon sogar mit englischen Strichen - und damit reich an sprachlichen Lernerfahrungen. Wenn Ihr also immer schon mal wissen wolltet, wann der lang ersehnte Gedanke endlich einsatzfähig ist, oder wie dünn Eure Aufmerksamkeit wirklich ist, dann empfehle ich dringend die amateurhaft orchestrierte Übermalung der folgenden Schwarz-Weisheiten. 

06.05.2016

Zeitgruppe Null

Liebe Freunde dufter Dystopien.
Gäbe es das Geruchs-Internet, Ihr könntet meinen Angstschweiß atmen. Oder zumindest das dezente Transpirat amtlicher Aufregung. Für die zeitarmen Hektikhasen unter Euch hier in Kürze das Wichtigste: Am 13. Mai erscheint mein Roman "Zeitgruppe Null" als E-Book bei edel&electric
Für alle, die ein bisschen mehr Zeit investieren möchten, habe ich hier aufgeschrieben, wie es soweit kommen konnte und was auf dem Weg zur Veröffentlichung so geschehen ist. Und am Ende dieses Beitrags schenke ich Euch noch den Soundtrack zum Buch. Gnadenlose 72 Songs mit Bedeutung: Ich habe die Stücke beim Schreiben oft gehört, manche werden im Text zitiert, mal weniger, mal mehr offensichtlich. Deswegen auch Haddaway. Und Ihr summt jetzt bitte nicht den ganzen Tag "What is love?" vor Euch her, versprochen? Verzeiht mir bitte diesen trashigen Ausrutscher, aber der ist dem Supermarktgedudel im ersten Kapitel geschuldet. Mittlerweile stehe ich sogar zu diesem Kirmestechno. Ich bin wohl doch ein bisschen erwachsener geworden. Oder bilde mir das ein, das reicht ja.

09.04.2016

Utopisches Frühlingserwachen

Liebe Freunde irgendwelcher Typen.
Läuft alles soweit rund, Ihr formidablen Frühlingserwacher? Ich hoffe doch. Dennoch, auch ein Jammern auf hohem Niveau ist immer noch ein Jammern, also sei an dieser Stelle das Bedauern darüber geäußert, dass man nicht deutlich glücklicher ist. Ansonsten habe ich eine neue Redwendung für Euch. "Der spinnt" oder "Der hat ja nicht mehr alle Tassen im Schrank" kann schließlich jeder sagen. Versucht es beim nächsten Mal mit dem Satz "Bei dem ist die Wirklichkeit anders verteilt". Wird bestimmt ein echter Party-Brüller. Was gibt´s sonst Neues in diesen sieben Textverdunkelungen aus den letzten Wochen? Ach ja, die Wichtigkeit von Utopien, das tolle Gefühl, pointiert einen im Tee zu haben - und natürlich die jährliche Erkenntnis, dass (nicht) nur eine Germany´s Next feministische Katastrophe werden kann. Desweiteren habe ich ein Lobkärtchen für Euch, das Ihr gerne spielen könnt, wenn der Tag mal wieder hart zudrückt. Regelmäßige Wertschätzung wird ja leider immer noch unterbewertet. In diesem Sinne: Viel Spaß beim üblen Abchillen und haltet die Ohren steif. 
Übrigens: Es würde mich freuen, wenn Ihr Euch bitte ab jetzt auf den nächsten Beitrag freut. Der ist gerade in der Mache, und es wird endlich mal wieder etwas anderes als dieses semi-interessante Rumgemale. Der hat was mit selbst getippten Wörtern zu tun. Und ich meine nicht Pohlmann, der liegt gerade leider etwas auf Eis. Ich meine etwas, das mich in den letzten vier Jahren ziemlich beschäftigt hat. Bleibt dran, zu gegebener zeit drücke ich Euch die Information in Eure müden Erwartungsaugen.

14.03.2016

Ein Fan von Stirn in Falten

Liebe Pohlmann-People.
Ich mache ja jetzt in Fortsetzungsgeschichten, das habt Ihr spätestens seit diesem Eintrag mitbekommen. Wer es noch nicht weiß, weil sie Wichtigeres zu tun hatte: Joachim-Alexander befindet sich auf seinem Weg. Und wenn er schon das Ziel nicht kennt, weiß er seit kurzem auf jeden Fall den Grund seiner Reise. Mit dem kleinen Übel hat er sich zusammen durch die Grauzone geplagt und dort das große Vielleicht kennengelernt. Nun ist er im Wankelmut-Wald, wo der Zweifel wohnt. Ihr seht: es geht weiter, langsam und kontinuierlich. Und ich freue mich wie ein peppiger Pepe, dass der unkomplizierte Komplize Benjamin eine Pohlmann-Illustration nach der anderen raushaut. In diesem Sinne: schaut Euch Kapitel vier und fünf an, die seit gar nicht allzu langer Zeit online sind, entgeistert Euch an den Blackouts und Fingerpaintings, zittert mit Pohlmann und seinen vorsichtigen Schritten, entgleist aus der Realität, wandert durch Irr- und Surrareale und kuschelt Euch in die Decke der Fantasie. Es ist ein Anfang. Und wenn Ihr mal rüberklickt in den Pohlmann-Palast, dann findet Ihr da auch ein exklusives Foto von den verantwortlichen Pohlmännern, denn letzte Woche hat uns Joachim-Alexander zu einem kleinen Shooting besucht. Das kleine Übel war ziemlich albern.

01.03.2016

Auf der Suche nach Verstand

Liebe Freunde ergiebiger Erkältungen.
Wenn der Kopf zu nichts anderem in der Lage ist, als den Rotz rauszublasen, der sich fulminant um jede furchtbare Falte der Synapsen krümmt und jeden klaren Gedanken verklebt, dann ist wieder Schwarzmal-Zeit. Gesundheit! Für dieses Jahr und die Monate nach der Buchveröffentlichung hatte ich mir ja vorgenommen, erstmal nur noch in dem Büchlein rumzukritzeln, das Futter für meine Pohlmann-Geschichte liefert. Aber Ihr kennt das: Manchmal meidet man Vorsätze wie Veganer die Fleischtheke. So ergab es sich also zu dieser Zeit des Übergangs, in der der Winter nicht mehr richtig Winter war, aber der Frühling noch weit vor den Toren der Stadt auf Einzug wartete, dass wieder ein paar Printprodukte über mich gestolpert sind und um stilvolles Recycling gebettelt haben. Kann man diese freundlichen Buchstabenwichtel zurückweisen? Nein, das kann man nicht. Also kitzelt man die Seiten mit dem Stift und kommt anschließend noch dem Wunsch des persönlichkeitstransformierten Papiers nach, doch bitte ins virtuelle Schaufenster gestellt zu werden. Also bitte. Bitte schön. Hier sind acht Jahresanfangsverdunkelungen, die Euch einen sanften Übergang in die helleren Tage versprechen. In diesem Sinne: März!

12.02.2016

Früh übt sich

Liebe Freunde frühzeitiger Fantasie.
Tochter zwei ist siebeneinhalb. Heute war sie krankheitsbedingt nicht in der Schule, und ich habe "Home Office" gemacht. Mit Betonung auf "Home" natürlich, nicht auf "Office". Sie hatte sich immer mal wieder zwischendurch in ihr Zimmer verzogen, um an "einer Geschichte" zu arbeiten. Ich lächelte und nutzte die Zeit, um wenigstens ein paar Mails abzuarbeiten. Zu mehr kommt man in solchen Situationen ja nicht. 
Dann stand sie mit dem Zettel vor mir und hat mir die Geschichte vorgelesen. Ich habe mir sofort die Erlaubnis geholt, diese tiefsinnige Erfolgsstory zu verlegen. Im Internet, wo auch fremde Leute das lesen können. Oha. Et voilà. Als Vorschuss gab es das Wunschmittagessen - und sogar einen Nachtisch. 
Zwecks Veröffentlichung habe ich noch ein paar Regeln der deutschen Schriftsprache eingehäkelt, sonst nix. Aber lest selbst.

04.02.2016

Pohlmann zieht um

Liebe Pohlmann-Freunde.
Nur kurz zwei Neuigkeiten, denn Ihr müsst weiter. Erstens, es gibt ein drittes Kapitel von Pohlmann. Zweitens, Pohlmann ist umgezogen. Also virtuell, meine ich. Er hat eine neue Adresse und wohnt jetzt in einer eigenen Subdomain. Ich bin weiter fleißig dabei, ihm die Zimmer einzurichten. Was braucht denn so ein Pohlmann, damit er sich wohlfühlt? Möbel kann ich nicht, Bodenbelag auch nicht. Bisschen Licht vielleicht. Aber genau das hat er im dritten Kapitel nicht. Dafür gibt es wieder zwei Blackouts, die mir beim Schreiben geholfen haben, auf eine Spur zu kommen. Und es gibt wieder ein wunderbares (diesmal sogar animiertes) Fingerpainting-Bild von Benjamin. Wenn Ihr Joachim-Alexander Pohlmann mal besuchen wollt, müsst Ihr hier klingeln, äh, ich meine klicken: "Herr Pohlmann sucht das Glück".
In diesem Sinne: wachst weiter, so wie diese Geschichte.

25.01.2016

Behängte Wände

Liebe Freunde zerrupfter Zeitungen.
Das war ein schöner Auftakt zur Ausstellung. Ein toller Abend in der Galerie Gudberg Nerger. Dort hängen seit letztem Freitag einige  Textverdunkelungen an der Wand. Danke an alle, die da waren und mit mir und anderen getrunken und gequatscht haben. Es war mir ein inneres Blumenpflücken, ein Fest nahezu. Ich habe hier mal einige Fotos zusammengestellt, in meinem Alter braucht man hin und wieder visuelle Anker, um sich noch an Dinge zu erinnern. Die Ausstellung läuft noch bis zum 17. Februar. Vielleicht hat der eine oder die andere ja noch Lust und Zeit, mal in der Hamburger Neustadt (Poolstraße) vorbeizuschauen. Wie bereits vor knapp drei Jahren gab und gibt es auch diesmal wieder eine kleine Wand mit Zeitungsseiten, auf der Ihr selbst aktiv Alttexte verdunkeln könnt. Schon am Freitag Abend waren ein paar echte Knüller dabei, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.